Corona

Hier ein paar Worte zum Umgang mit dem Corona-Thema in der Praxis für Sportmedizin & Chirotherapie

Die SARS-CoV-2-Viren werden in der Regel von Infizierten ausgeatmet. Sie sind dabei an kleinste Wassertröpfchen (Aerosole) gebunden. Diese schweben, je nach Größe, länger oder kürzer in der Luft. Wird diese aerosolhaltige Luft von Gesunden eingeatmet, kann eine Infektion resultieren.

Es gilt also sowohl das Ausatmen, als auch das Einatmen von Viren zu vermeiden.

Weiterhin können sich virushaltige Tröpfchen an Gegenständen niedersetzen und von dort z.B. an die Hände und von dort ins Gesicht verbracht werden.

Abstand

Die sicherste Methode des Schutzes ist die Distanzierung von Infizierten. Da wir von niemand, der uns begegnet, sicher sein können, ob er nicht Virenträger ist, sollten wir möglichst Abstand halten. Damit schützen wir uns, aber auch Andere. Denn auch wir können nie sicher sein, kein Virenträger zu sein.

In der Praxis für Sportmedizin & Chirotherapie versuchen wir natürlich Abstand zu halten. Im Wartezimmer ist Platz für ca. 3 Patienten, die einen Abstand von 1,5 Metern halten können. Wir haben unseren Terminplan so gestaltet, dass in der Regel nicht mehr als 2 Patienten im Wartezimmer sitzen. Wir bitten Sie daher, wenn möglich, unbegleitet zu kommen. Kommen Sie nicht viel zu früh.

Maske

Es gilt mittlerweile als gesichert, dass eine Gesichtsmaske eine Schutzwirkung hat. ►► (Diskussionen führen wir darüber nicht mehr. Wer anderer Meinung ist, darf das sein; soll uns aber bitte von seinen eigenen Erkenntnissen verschonen). Der Schutz entsteht zum einen durch eine Filterwirkung der Maske, die viruslastige, gröbere Aerosole beim Aus-, aber auch beim Einatmen aufhalten kann. Zum Anderen schützt die Umlenkung des Atemstromes zur Seite. In der Praxis werden Masken getragen !

Luftreinigung

Es gilt als gesichert, dass Aerosole draussen schnell verfliegen. Virusübertragungen im Freien sind bisher nicht bekannt. Man versucht daher, durch Lüftungen die Aerosole aus dem Innenraum zu entfernen. Wir lüften in der Praxis regelmäßig und haben zusätzlich im Wartezimmer und im Behandlungsraum Luftreiniger mit HEPA-Filter in Betrieb, denen eine gewisse Schutzfunktion unterstellt wird. ►► 100 % sicher ist dies aber wohl auch nicht. Die Maske muss daher immer getragen werden. Dies gilt auch während einer manualmedizinischen Behandlung.

Hygiene

Für uns hat sich durch die Corona-Situation in Bezug auf Hygieneeinhaltung eigentlich nichts geändert. Infektionsprophylaxe durch Sauberkeit und Desinfektion sollte immer, insbesondere in der Erkältungszeit, eingehalten werden. Daher tragen meine Mitarbeiter und ich bei Schnupfen oder leichten Infekten einen Mundschutz und desinfizieren die Hände ständig. Es versteht sich von selbst, dass in einer Arztpraxis oft von unterschiedlichen Menschen angefasste Oberflächen regelmäßig gereinigt werden. Es gilt aber derzeit auch als gesichert, dass eine übertriebene Oberflächendesinfektion nicht sinnvoll ist. Nur in Ausnahmefällen und unter Laborbedingungen konnten funktionsfähige Viren längere Zeit auf Oberflächen haften. Ob es dadurch aber zu Infektionen kommen kann, ist unwahrscheinlich.

Testung

Ich habe während manualmedizinischer Behandlungen sehr engen Kontakt zu Patienten. Sollte ich Virusträger sein, wäre eine Übertragung von mir zum Patienten sehr warscheinlich. Um möglichst auszuschliessen, dass ich Virenträger bin, teste ich mich regelmäßig.

Mindestens zwei Mal in der Woche.

Eińe 100%ige Sicherheit bieten diese Tests (Antigenschnelltest roche) aber auch nicht.

Impfung

Erst die Impfung wird den Knoten durchschlagen. Meine Mitarbeiter und ich sind bereits einmalig geimpft und haben somit schon einen gewissen eigenen Schutz. Ob wir damit auch schon Patienten schützen, ist noch unklar. Aber man geht derzeit davon aus.

Erst nach den 2. Impfung besteht ein so großer Schutz, dass man auf Schutzmaßnahmen verzichten kann. Dies steht noch aus.

Also...

Die Warscheinlichkeit, dass Sie sich in der Praxis mit dem Corona-Virus infizieren, ist eher gering.

Aber eine Ansteckung durch Mitarbeiter der Praxis odere andere Patienten ist nicht vollständig ausgeschlossen.

Praktisch jeder Mensch, der in sozialen Strukturen lebt, hat Kontakt mit anderen Menschen und es kann nie ausgeschlossen werden, dass unser Gegenüber virusbelastet ist. Auch wir können dies für uns nicht garantieren. Ausserdem komme ich den Patienten bei manualmedizinischen Behandlungen natürlich sehr nah.

Will man 100%ige Sicherheit für sich, muss man sich zum Selbstschutz in Quarantäne begeben.

Sollten Sie große Angst vor einer Ansteckung haben, so sollten Sie nicht in die Praxis kommen!

Älteren und kranken Menschen empfehle ich dies nun auch. Für Sie kann eine Ansteckung zu lebensbedrohlichen Situationen führen.

Für junge und gesunde Menschen ist eine Infektion wohl nicht lebensgefährlich. Meist verläuft die Erkankung sogar milde oder unbemerkt. Angst muss man daher nicht haben.

Aber jeder Mensch hat die Verantwortung für ein persönliches Weitertragen des Erregers. Daraus entsteht eine Verpflichtung zu umsichtigem Handeln und zur Befolgung der vorgeschlagenen Hygienemassnahmen.

Wir in der Praxis tun, was uns möglich ist, um für Sie und Ihre Beschwerden am Bewegungsapparat hilfreich zu sein und Sie auch vor einer möglichen Ansteckung zu bewahren.

Aber auch Sie können etwas für uns tun.

Ich bitte Sie, wenn Sie erkältet sind und husten und schniefen, nicht in die Praxis zu kommen (!)

Überlegen Sie sich, ob eine Begleitung wirklich norwendig ist. Kommen Sie eher alleine.

Sie schützen damit mich, meine Praxismitarbeiter und auch andere Patienten.

Machen Sie sich klar, was es bedeutet, wenn Sie jemanden unnötigerweise anstecken.

  • Eine Praxisschliessung hätte nicht nur für mich und meine Mitarbeiter, sondern auch für behandlungsbedürftige Mitmenschen negative Konsequenzen.
  • Für infizierte selbstständige Patienten kann die berufliche Zukunft plötzlich und unverschuldet auf dem Spiel stehen.
  • Ältere und kranke Menschen kommen vielleicht in eine lebensbedrohliche Situation,
  • Menschen können sterben.

Wenn doch etwas passiert..

Sollte ich selbst von einer Covid -Infektion betroffen sein, würden alle Patienten, die ich innerhalb der letzten 14 Tage vor Feststellen der Infektion behandelt habe, durch das Gesundheitsamt benachrichtigt werden.

Sie würden dann aufgefordert, sich testen zu lassen oder 14 Tage in häuslicher Quarantäne zu bleiben.

Jeder Patient, der derzeit zur Behandlung kommt, sollte eine Teil-Entbindung von der Schweigepflicht unterschreiben.

Damit wird sichergestellt, daß ich im Falle meiner Infektion Ihren Namen, Adresse und Ihren Behandlungstag (und nur diese Daten) beim Gesundheitsamt angeben darf, damit Sie informiert werden können.

Das Unterbrechen von Infektionsketten ist sehr, sehr wichtig.

Der Datenschutz ist aber ebenso wichtig. Sollten Sie keine Weiterleitung Ihrer Daten durch mich wünschen, so werde ich dem auch entsprechen. Ich würde Sie dann persönlich über eine mögliche Infektion informieren.

Sie wären dann, bei Kenntnis eines Kontaktes, verpflichtet sich selbsständig entweder in Quarantäne zu begeben. Oder aber sich bei Ihrem Hausarzt testen zu lassen.

Bei weiteren Fragen bitte ich Sie um persönliche Ansprache


Bonn, den 18.12.2020

Ihr

Dr. med. Christian Herda

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